Panikfunktionen für Flucht- und Rettungswege

Eine funktionale und schnelle Fluchtmöglichkeit kann im Notfall Menschenleben retten. Kommt es beispielsweise aufgrund von ausser Kontrolle geratenen Menschenmassen, Rauch- oder Feuerausbrüchen zu gefährlichen Situationen, reagieren Menschen oft panisch. Verschlossene Türen können dann schnell zu unüberwindbaren Hindernissen werden. Für solche Situationen gibt es sogenannte Panikfunktionen für Einsteckschlösser, die sich durch diverse Leistungsmerkmale voneinander abgrenzen. Sie gewährleisten jederzeit den Ausgang in Fluchtrichtung.

Panikfunktion B | Umschaltfunktion

Bei der Panikfunktion B wird die Tür auf der Aussenseite mit einem Drücker ausgestattet und auf der Panikseite mit einem Drücker bzw. einer Griffstange/Druckstange. In Fluchtrichtung ist der Drücker immer eingekuppelt und die Tür ständig begehbar. Der Drücker entgegen der Fluchtrichtung kann, je nach Bedarf, über den Profilzylinder dauernd ein- bzw. ausgekuppelt werden. Diese Lösung eignet sich besonders für Türen, die zeitweise einen Durchgang von aussen nach innen über den Drücker ermöglichen müssen.

 

Panikfunktion D | Durchgangsfunktion

Die Panikfunktion D eignet sich für reine Fluchttüren, die im Alltag nicht genutzt werden. Mit einer klassischen Panikbetätigung von innen wird nicht nur die Tür geöffnet, sondern auch der äussere Drücker eingekuppelt. Damit ist die Tür weder beim Verlassen des Gebäudes ein Hindernis noch beim Betreten. Die Feuerwehr muss sich im Notfall nicht behelfen, sondern kann die Tür als Zugang zum Gebäude nutzen. Mit einem Schlüssel lässt sich die Urfunktion wiederherstellen. Die Kupplung erfolgt mechanisch über eine zweiteilige Nuss.

Anwendungsbereich:
  • Verwaltungs- und Bürogebäude
  • Senioren- und Pflegeheime
  • Nebeneingangstüren
  • Kindergärten, Schulen und Hotels

Panikfunktion E | Wechselfunktion

Die Panikfunktion E eignet sich besonders für Türen in Gebäuden, die einem definierten Personenkreis den Zugang ermöglichen sollen. Aussen ist ein Knopf oder Stossgriff montiert, d. h., die Öffnung ist nur mit einem Schlüssel möglich. Von innen greift die klassische Panikfunktion über den Drücker bzw. die Griffstange/Druckstange, wodurch die Tür in Fluchtrichtung jederzeit geöffnet werden kann.

 

Panikfunktion E-SV | Wechselfunktion

Die Panikfunktion E-SV (Selbstverriegelung) eignet sich besonders für Türen in Gebäuden, die einem definierten Personenkreis den Zugang ermöglichen sollen. Aussen ist ein Knopf oder Stossgriff montiert, d. h., die Öffnung ist nur mit einem Schlüssel möglich. Von innen greift die klassische Panikfunktion über den Drücker bzw. die Griffstange/Druckstange, wodurch die Tür in Fluchtrichtung jederzeit geöffnet werden kann. Die Verriegelung erfolgt nach jedem Schliessen automatisch.

Anwendungsbereich:
  • Heizungsräume
  • Aufzuganlagen
  • Tiefgaragen und Parkhäuser
  • Lager- und Geschäftshäuser
  • Hauseingangstüren in Miets- und Mehrfamilienhäusern

DIN-Richtungsbezeichnung für 1- und 2-flüglige Türen

Die Öffnungsrichtung einer Tür legt die Art der Beschläge für sie fest. Entsprechend dient die folgende grafische Darstellung der Erläuterung von Richtungsbezeichnungen nach DIN. Gerade für die Bestimmung der Richtung bei 2-flügligen Türen ist der aktive Türflügel (Gangflügel) ausschlaggebend. Genau wie bei 1-flügligen Türen richtet man sich hier nach der Türseite, auf der die Bänder sichtbar sind. Die Zubehörteile des Standflügels richten sich nach der Richtung des Gangflügels. Für Fluchttüren gibt es weitreichende baurechtliche Vorschriften, die besagen, dass diese nur in die Richtung des Fluchtweges aufschlagen dürfen.

Panikfunktion 4 (1200x715).tif

Die Tür wird von der Seite betrachtet, auf der die Türbänder sichtbar sind. Das ist die Seite, zu der sie geöffnet wird.

Panikfunktion 5 (1200x715).tif

Bei 2-flügligen Türen ist die DIN-Richtung des Gangflügels massgebend.

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